Stromstreit am schwarzen Meer
Wieder Strom für die Hoteliers in Burgas und Varna: Es gibt erste Lösungsansätze im Streit um die Stromabschaltung an der bulgarischen Schwarzmeerküste.
Der niederösterreichische Energieversorger EVN hatte gerade in den tourismusstarken Monaten Juli und August den Haushalten und Hotels an der Schwarzmeerküste immer wieder den Strom abgestellt und diesen Schritt mit der Überlastung des Stromnetzes gerechtfertigt.
Der Grund: der enorme Stromverbrauch an der Küste. „Hier bedarf es eindeutig verstärkter Investitionen“, so der ENV in einer Mitteilung. Hieraus lässt sich ein Vorwurf an den staatlichen Stromnetzbetreiber NEK ableiten. NEK-Chef Parwanow hatte zuvor den EVN für die jüngsten Stromausfälle an der Schwarzmeerküste verantwortlich gemacht und ihm vorgeworfen, zu viele Kunden an das überlastete Stromnetz angeschlossen zu haben.
Strom für das Sunny Beach Ressort
Nach einem Treffen beider Parteien mit dem bulgarischen Finanzminister Simeon Djankow, scheint jedoch eine Einigung gefunden: Man werde rund 20 Millionen Euro in die Modernisierung des Übertragungsnetzes investieren.
Alleine eine neue Hochspannungsleitung, die von Aitos direkt in das Sunny Beach Resort - das größte Feriendorf Bulgariens - führen wird, wird 3, 5 Millionen Euro kosten. Im September werden die Arbeiten beginnen. Bis Ende des Jahres sollen sie fertig gestellt werden. Die Frage, woher das Geld kommt, blieb unbeantwortet.

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