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Versunkene Thraker-Stadt Seuthopolis wird trockengelegt

Die auf dem Grund des Stausees Koprinka liegende antike Stadt Seuthopolis soll durch einen Betonring trockengelegt werden.

Die Thraker-Stadt im mittleren Bulgarien war 1954 nach kommunistischen Plänen unter Wassermassen begraben worden.

 

150 Millionen teures Projekt

Mehr als 150 Millionen Euro wird das Projekt nach Plänen des Architekten Scheko Tilew kosten. Ein 20 Meter hoher Damm soll demnach um die gut erhaltenen Ruinen gebaut werden, um Seuthopolis für Archäologen und historisch interessierte Touristen zugänglich zu machen. Im Rahmen des Projekts ist außerdem eine rund fünf Hektar großes Besucherzentrum Gebiet um den Stausee geplant. Auf der Innenseite der Betonwand soll eine dauerhafte Ausstellung über das thrakische Volk zu sehen sein.

 

Die Thraker besiedelten im Altertum nicht nur Teile des heutigen Bulgariens, sondern auch Gebiete in Griechenland und der Türkei. In Bulgarien finden sich immer wieder Schätze des Volkes. Nach Meinung des planenden Architekten Tilew gehört Seuthopolis zu den Schatzkammern des Weltkulturerbes. Die Stadt war 323 vor Christus von dem thrakischen König Seuthes III. gegründet worden, sie liegt sieben Kilometer der heutigen Stadt Kasanlak, im mittelbulgarischen „Tal der thrakischen Könige“.

 

Kommerzielles und wissenschaftliches Interesse an Seuthopolis

Das Ministerium für Kultur hat den Plänen von Tilew zugestimmt. Die Finanzierung soll durch EU-Gelder und öffentlich-private Zusammenarbeit ermöglicht werden. Viele private Investoren aus den Niederlanden, Griechenland und aus Kuweit hätten nach Aussage des Ministeriums bereits Interesse angemeldet. Besonders die zu erwartenden touristischen Einnahmen machen die antike Stadt für Bulgarien so attraktiv.

 

Aber auch Archäologen befürworten die Trockenlegung des antiken Schatzes, hatten sie doch ab der Entdeckung 1948 nur sechs Jahre Zeit die Stadt auszugraben bevor die kommunistischen Pläne die Überflutung vorsahen. Die Erforschung von Seuthopolis sei daher noch lange nicht abgeschlossen, so die Archäologin Maria Tschitschkowa.


 

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