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Weltbank fordert bulgarischen Notplan

Für den Fall, dass Bulgarien ernsthaft von der aktuellen Finanzkrise getroffen wird, hat die Weltbank Bulgarien aufgefordert, einen Notplan zu erstellen. Doch die Regierung sieht bislang keinen Handlungsbedarf.

Bulgarien müsse angeben können, woher es im Ernstfall finanzielle Hilfe erwarten könne, so Kristalina Georgieva, Direktorin für Strategien und Handlungen für nachhaltige Entwicklung der Weltbank.

 

Dies sei nötig, um das Marktvertrauen zu stärken. Bislang vermisse sie eine Erklärung, ob an einem Notfallplan gearbeitet werde. „Was werden wir zum Beispiel machen, um den Inlandsverbrauch anzuregen, wenn die Arbeitslosigkeit sich erhöht?“, fragt Georgieva, die selbst Bulgarin ist.

 

Finanzexperten halten die bulgarische Wirtschaft für gefährdet. Besonders die Abhängigkeit von ausländischen Direktinvestitionen macht das Land in ihren Augen verletzbar.

 

Regierung sieht keine Gefahr

Doch die Regierung sieht bislang keinen Grund zum Handeln. „Das Bankensystem Bulgariens befindet sich nicht in der Krise und die Weltfinanzkrise wird sich nicht direkt auf die bulgarische Wirtschaft auswirken“, versicherte der bulgarischen Außenminister und Vizepremier Iwailo Kalfin am vergangenen Mittwoch. Zudem erklärte er aber auch, dass Bulgarien seine Reserven nutzen werde, um das Bankensystem zu unterstützen, wenn dies notwendig werde.

 

„Wir sind keine Insel der Stabilität“, setzt Georgieva dagegen. Die bulgarische Regierung müsse das Vertrauen der Investoren stärken, indem sie finanzielle Quellen, auf die sie im Notfall zurückgreifen werde, offen lege.


 

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