Wiederaufnahme der Atomreaktoren Koslodui
Sofia- Bulgarien fordert die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Reaktorblöcke drei und vier von der Europäoschen Union. Angeblich kommt es zu Energieknappheiten in und um die Region, da das Kraftwerk fast die Hälfte Bulgariens mit Strom versorgt und einen weiteren Großteil der produzierten Energie in die umliegenden Nachbarländer exportiert.
Die Abschaltung der Reaktorblöcke drei und vier sind fester Bestandteil der Beitrittsverträge zur Europäischen Union, der Bulgarien am 1. Januar 2007 beitrat.
Die Gründe für die geforderte Stilllegung der Blöcke drei und vier beziehen sich hauptsächlich auf die mangelnde Sicherheit der Reaktoren.
Bei dem Atomkraftwerk Koslodui handelt es sich um das erste Atomkraftwerk Bulgariens dessen sowjetische Blöcke aus dem Jahre 1974 den heutigen Sicherheitstandarts nicht mehr entsprechen.
Die Gründe dafür sind unter anderem die fehlende Sicherheitshülle und die unzeitgemäße Sicherheitstechnik.
Die Europäische Union ist nach eingehender Überprüfung zu dem Entschluss gekommen, dass es nicht wirtschaftlich ist das Kraftwerk aufrüsten zu lassen und ließ deshalb schon vor Jahren Block eins und zwei vom Netz trennen.
Präsident Georgi Parwanow fordert nach wie vor die Wiederaufnahme der Blöcke des Kraftwerks. Sollte dies nicht passieren müsste Bulgarien eine Verdopplung des EU Zuschusses die das Land zur Abschaltung erhielt zu Gute kommen.
Im Gegensatz zu Präsident Parwanow sehen das Umweltministerium und andere Europa-Experten keine Chance auf Wideraufnahme des Krafwerkes, da es sich bei den in den Beitragsverträgen stehenden Klauseln um Bedingungen handelt, die als solche betrachtet werden müssen. Ausserdem lege die Europaische Union sehr großen Wert auf die nukleare Sicherheit der Bewerber-, und Beitrittsländer.
Als möglicher Kompromiss in der Kraftwerkdebatte ist ein neues Atomkraftwerk in Belene an der Donau im Gespräch, dessen Verwirklichung allerdings noch in den Sternen steht.

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