Zehn Jahre Bärengehege bei Belitza
Ein Heim für Tanzbären: Das Gehege in Südwestbulgarien beherbergt mittlerweile 28 ehemalige Tanzbären, die auf dem Gelände auf ein Leben zurück in der freien Wildbahn vorbereitet werden.
Der Bärenpark in Belitza, etwa 180 Kilometer südlich von Sofia gelegen, hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Tourismuspunkt der Stadt entwickelt. Im November feiert der Park sein zehnhähriges Bestehen. Aus den anfänglich 1,1 Hektar Gegehefläche sind mittlerweile knapp zwölf Hektar geworden.
Mittlerweile bietet das Gehege 28 ehemaligen in Bulgarien gemeldeten Tanzbären ein Zuhause, die hier auf die Wiedereingliederung in die freie Wildbahn ohne Nasenringe und Ketten vorbereitet werden. „In dem Park können die Tiere ihre Instinkte wiederentdecken und ihr ursprüngliches Verhalten ausleben“, so ein Vertreter der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, auf dessen Initiative das Projekt im Jahr 2000 entstanden ist.
Weitere Partner sind das bulgarische Ministerium für Umweltschutz und die Fondation Brigitte Bardot, gegründet von der gleichnahmigen französischen Schauspielerin.
Bären beobachten
Doch der Park nützt nicht nur den ehemaligen Tanzbären, auch die Bewohner Belitzas profitieren von dem Gehege. Zusätzlich zur schönen Lage der Stad am Rand des Rila-Nationalparks sorgen die Bären nämlich für viele neugierige Besucher, fördern dadurch den Tourismus und schaffen Arbeitsplätze.
Unter anderem wurde neben dem Park auch ein Informationszentrum eingerichtet, das über eine Aussichtsplattform verfügt, von der aus Besucher das gesamte Parkgelände überblicken können - samt den dort sich sonnenden oder in den künstlich angelegten Wasserbecken badenden Bären.

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