Zweite Linie nimmt Gestalt an
U-Bahn als Vorbild: Brüsseler Beamte zeigen sich begeistert über die Fortschritte und die Qualität beim Bau der zweiten U-Bahn-Linie in Sofia.
Erst kürzlich bezeichnete ein Vertreter der Generaldirektion für Regionalpolitik der Europäischen Kommission im Beisein des Ministers für EU-Fonds, Tomislaw Dontschew, den Bau der zweiten U-Bahn-Linie in Bulgariens Hauptstadt Sofia als ein exzellentes Projekt – sowohl was die Geschwindigkeit des Baus als auch dessen Qualität angehe.
Der Grund: Die zunächst 6,5 Kilometer lange im Bau befindliche Linie U2, die den Nordwesten Sofias mit dem Süden der Stadt verbinden soll, wird voraussichtlich 2012 abgeschlossen – nach nur vier Jahren Bauzeit. Danach ist geplant, die fertige Linie von sieben auf 15 Stationen zu erweitern.
Weitere Tunnelpläne
An dem Punkt, an dem die U2 mit der 2009 fertig gestellten U1 zusammentrifft, planen die Bulgaren zudem den größten Metrotunnel Europas zu errichten – 108 Meter lang, 18 Meter hoch, 22 Meter breit und mit einem Kreuzungsbereich von insgesamt 258 m2. Besonders ausgefallen: In dem Bereich soll auch eine kleine Kirche aus dem 11. Jahrhundert integriert werden, die sich an der Kreuzungsstelle befindet.
Sind diese Baumaßnahmen abgeschlossen, gehen die Bulgaren eine dritte U-Bahn-Linie an, die sich aber derzeit noch in der Projektphase befindet. Sie soll vom Südwesten in den Nordosten der Stadt führen. Stellt die EU für diese Linie Gelder zur Verfügung, könnte sie bis 2018 fertig gestellt sein.

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