Belene geht in die entscheidende Phase

Ausgestrahlt? Bulgarien hat die Entscheidung über den Weiterbau des im Norden des Landes gelegenen Atomkraftwerks Belene ausgelagert.

Im Fall des Atomkaftwerks in Belene möchte die bulgarische Regierung jetzt die britische Bank HSBC als Berater engagieren - der Vertrag ist fast unterschrieben. Die Bank soll die Argumente für oder gegen den Weiterbau des zweiten bulgarischen Kernkraftwerks in Belene ausarbeiten.

„Auf Grundlage der Ergebnisse werden wir entscheiden ob das Kraftwerk gebaut wird oder nicht“, sagte der bulgarische Wirtschafts- und Energieminister Traitscho Traikow.

Der Preis ist heiß

Der bulgarische Regierungschef Bojko Borissow hatte den Weiterbau bisher davon abhängig gemacht, wie hoch der Preis für den Belene-Strom sein werde. Allerdings vermutete Trajkow bereits, dass das Kernkraftwerk teurer als konventionelle Kraftwerke produzieren werde.

Der Baubeginn für Belene erfolgte bereits 1987. Seitdem hatten ein Mangel an Investoren sowie einzelne Proteste die Fertigstellung immer wieder verhindert. Mittlerweile werden die Kosten für den Bau auf etwa neun Milliarden Euro geschätzt – anstelle der ursprünglich veranschlagten vier Milliarden Euro.


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