Eierpreise so hoch wie nie

Größere Käfige – hohe Kosten: In Bulgarien erhalten Legehennen mehr Platz. Das tut den Tieren gut, hat jedoch Folgen für die Eierpreise.

Vielfach wichen Anbieter bereits auf Eierimporte aus anderen Ländern aus. Dies konnte jedoch mittlerweile gestoppt werden.

In der EU gelten bestimmte Vorgaben für die Haltung von Legehennen. Dazu gehört unter anderem eine vorgeschriebene Mindestgröße für den Käfig. Auch Bulgarien ist als EU-Mitglied dazu verpflichtet diese Anordnungen umzusetzen. Die Umstellung auf größere Käfige für Legehennen hat allerdings Auswirkungen auf die Eierpreise im Land.

Die sind mit 0,25 Euro mittlerweile deutlich teurer als es etwa in Deutschland der Fall ist. Laut Agrarminister Miroslaw Najdenow ist mit der Umsetzung der EU-Verordnung das Eier-Angebot deutlich zurückgegangen.

Kosten nicht auf Verbraucher umlagern

Die Eiererzeuger behaupten, dass die Preise gestiegen sind, weil sie viel Geld in die Umstellung ihrer Produktion stecken mussten, um die Käfige den EU-Vorgaben anzupassen. Diese Kosten dürften laut Najdenow jedoch nicht auf den Verbraucher umgewälzt werden.

Um dies zu verhindern hat er sogar überlegt den bulgarischen Markt für ausländische Anbieter zu öffnen. Illegale Eierimporte aus Nicht-EU-Staaten, wie etwa Serbien und Mazedonien, konnten laut Berichten des Staatsradios indes gestoppt werden. Bis Ostern sollen die Eierpreise wieder sinken.


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