Ein Talisman zum Frühlingsbeginn - Marteniza

Rot-weißes Brauchtum: Am ersten März schenken die Bulgaren ihren Freunden und Verwandten kleine Armbänder oder Anhänger als Frühlingsboten.

In Bulgarien spielen Brauchtum und Folklore eine große Rolle. Sie dienen auch vielen im Ausland lebenden Bulgaren dazu sich ihre nationale Identität zu bewahren. Einer der schönsten und gleichzeitig der ältesten Bräuche – von Sofia bis Burgas - ist das Begrüßen des Frühlingsanfangs am ersten März.

Zu diesem Anlass beschenken sich alle Bulgaren mit kleinen rot-weißen Armbändern, Püppchen oder Stoffanhängern – den so genannten Martenitzas. Sie binden sie sich gegenseitig ans Handgelenk und stecken sie sich an das Hemd oder den Pullover. Einige tragen die Martenitzas auch am Kragen. Der Hintergrund: sie sollen dem Beschenkten Glück und Gesundheit bringen.

Kulturboten im Ausland

Damit der Talisman auch hält was er verspricht, darf sein Täger ihn erst abnehmen, wenn er das erste Frühlingszeichen gesichtet hat – also etwa eine Schwalbe oder einen blühenden Baum. Spätestens am ersten April werden die Martenitzas dann abgenommen und an einen Baum gehängt oder unter einen Stein gelegt.

Im Jahr 1992 nahm sich auch der bulgarische Künstler Maryan Milanov diesem Brauch an und dekoriert seitdem in jedem Jahr einen Baum mit verschiedenen Versionen des rot-weißen Talismanns. Der erste Martenitza-Baum außerhalb Bulgariens wurde im australischen Brisbane geschmückt.

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