Erste Wahl in Bulgarien nach EU-Beitritt 2007

Der klare Sieger: Rossen Plewneliew gewinnt die bulgarischen Präsidentenwahlen – ein Sieg, von dem auch Ministerpräsident Bojko Borissow profitiert. Der Wahlablauf an sich wird jedoch kritisiert.

Seit Sonntag steht der Sieger der Bulgarischen Präsidentschaftswahlen fest: Rossen Plewneliew, von der konservativen Regierungspartei „Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens (GERB), ist das neue Staatsoberhaupt des Landes.

Der ehemalige Minister für regionale Entwicklung erhielt 52,5 Prozent der Stimmen. Damit lag er deutlich vor seinem Rivalen, dem ehemaligen Außenminister Iwailo Kalfin von der „Bulgarischen Sozialistischen Partei“ (BSP).

Auch in den parallel stattfindenden Kommunalwahlen setzten sich die Gerb-Kandidaten in fast allen wichtigen Städten des Landes, wie etwa Sofia, Plowdiw und Burgas, gegenüber ihren Rivalen durch.

Kritik an Wahlablauf

Berichte über so genannte Unregelmäßigkeiten und Stimmenkauf überschatteten die Wahlen allerdings. Sie seien weder fair noch demokratisch abgelaufen, kritisierte der ehemalige Ministerpräsident Sergei Stanischew, der derzeit die Opposition führt. Seine Äußerung spielt vor allem auf den Stimmenkauf von Wählern der Roma-Minderheit an, die seit Jahren bei Wahlen in Bulgarien durchgeführt werde.

Allerdings stammten die Käufer der Stimmen aus allen Parteien. Ein schwieriges Thema, dem sich der neue Präsident Plewneliew - laut seiner Äußerungen im Wahlkampf – jetzt verstärkt widmen will, um Bulgarien zu europäisieren und es moderner zu gestalten.


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