Goldschatz der Thraker kehrt heim

Goldene Gefäße: Zum ersten Mal seit seiner Entdeckung stellen die Bulgaren den weltberühmten Goldschatz der Thraker an seinen Fundort Panagjurischte aus. Dort entdeckten drei Brüder im Jahr 1949 die sechs Kilogramm schweren Goldgefäße.

Der 20.000 Seelen Ort Panagjurischte liegt etwa eineinhalb Autostunden von Bulgariens Hauptstadt Sofia entfernt. Trotzdem ist er weltweit bekannt. Denn an diesem Ort entdeckten die drei Brüder Deikovi von Panagjurischte im Jahr 1949 den längst vergessenen Goldschatz der Thraker: ein Service, bestehend aus neun sorgfältig verzierten Goldgefäßen.

 

Seit Montag wird der Schatz in einem gesicherten Saal des Geschichtsmuseums in Panagjurischte ausgestellt. Das Service stammt vermutlich aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und ist insgesamt etwas über sechs Kilogramm schwer. Angeblich gehörte es einem thrakischen Herrscher aus dem Reich der Odryssen.

Von Bulgarien nach Frankreich

 


Bei den Goldgegenständen handelt es sich um sieben einhenkelige Gefäße mit Tier- und Amazonenköpfen, so genannte Rythonen, einen Krug und eine fußlose Schale, die die Thraker in der Antike bei religiösen Riten oder Festen verwendeten. Ihre Stämme ließen sich unter anderem im heutigen Bulgarien, Griechenland oder Rumänien nieder. Im nächsten Frühjahr tritt der Schatz von Panagjurischte eine weitere Reise an. Dann wird er laut Kulturminister Weschdi Raschidow im Pariser Louvre ausgestellt.


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