Jäger des verlorenen Schatzes

Fantastischer Fund: Arbeitsloser Bulgare entdeckt 4000 Jahre alten Schmuck. Behalten durfte er ihn allerdings nicht.

Todorow Rossen befand sich auf der Suche nach Altmetall, als sein einfacher Metalldetektor in der Nähe eines Baumstammes ausschlug. Schon oft hatte der 41-jährige entlang der Donau nach kleinen Schätzen gesucht – einem alten Fahrrad oder einem vergessenden Stahlträger etwa.

Doch diesmal machte der arbeitslose Bulgare einen wahrhaft fantastischen Fund: Nahe der Donaustadt Swischtow stieß er auf einen alten Tontopf. Sein Inhalt: ein längst vergessener Schatz, bestehend aus Arm- und Halsbändern aus der Bronzezeit. Archäologen schätzen den Wert dieses Fundes auf 1,5 Millionen Euro.

Auf den ersten Blick ein wahres Paradies – sowohl für seinen Finder, als auch für die Archäologen. Denn Bulgarien gilt allgemein als El Dorado für Grabräuber. Viele Funde landen illegal auf Antiquitätenmärkten in der Schweiz oder werden eingeschmolzen.

 

Wie gewonnen...

Doch so schön es auch klingen mag, leider hat die Geschichte kein Happy End – zumindest nicht für den ehrlichen Finder. Denn kaum war die Nachricht vom Schmuck aus der Bronzezeit um die Welt gegangen, tauchten in Swischtow bereits die ersten Schatzjäger auf.

Vor ihnen hatte jedoch bereits die Polizei nach dem vermeintlichen Glückspilz gefahndet. Als sie ihn schließlich fand und bei ihm vor der Tür stand, händigte Rossen den Beamten seinen Schatz ohne zu zögern aus. So hat er zwar nichts mehr von seinem Fund, aber wenigstens bleibt ihm eine Strafverfolgung erspart.


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