Osterbräuche in der Karwoche

Bulgarische Tradition: Das Land feiert in der Osterzeit den Lazarustag, den Palmsonntag und den Gründonnerstag.

Die Bulgaren feiern in der Karwoche vor Ostern gleich mehrere traditionelle Feste. Hierzu gehört auch der Lazarustag, der der Auferstehung des Heiligen Lazarus gewidmet ist. Zu diesem Fest singen die Bulgaren fröhliche Osterlieder, führen Reigentänze auf und veranstalten im ganzen Land bunte Maskenspiele.

 

Trotz des Ursprungs des Festes, besitzt es jedoch nicht ausschließlich einen christlich-religiösen Charakter. So handeln beispielsweise die Lazaruslieder von der Liebe und Zuneigung unter Verlobten und Jungverheirateten und dürfen nur von unverheirateten Mädchen gesungen werden.

Bunte Geschenke zum Fest


Nach dem Lazarustag folgt der Palmsonntag, an dem die Bulgaren meist zu einem Gottesdienst gehen. Er gilt, besonders seit Beginn des 20. Jahrhunderts, als Namenstag von sämtlichen Blumen und Bäumen. Die zu diesem Fest gesungenen „Blumenlieder“ handeln vorrangig von frischen Frühlingsblumen, die oft mit der Schönheit von Mädchen verglichen werden.

Wie auch in anderen Ländern nutzten die bulgarischen Hausfrauen früher den nachfolgenden Gründonnerstag dazu, restliche Vorbereitungen für das Osterfest zu treffen, Eier zu Färben und zu bemalen oder zu beschriften. Die gewählten Motive drückten dabei oft Segenswünsche für die Familienmitglieder aus. Viele der genannten Bräuche werden auch heute noch traditionell ausgeführt.


Aktuelles