Ostermarsch gegen Belene

Marschieren gegen Atomkraft: Wie in Deutschland und in der Schweiz hatte auch ein Ostermarsch in Bulgarien die Forderung nach einem Ausstieg aus der Atomenergie zum Thema.

Am vergangenen Montag fanden in Deutschland und in der Schweiz zahlreiche Ostermärsche statt. Ihr Hauptthema: das Unglück in Japan und die Forderung des Atomausstieges. Auch in Bulgarien maschierten Umweltschützer am Montag für eine Welt ohne Atomkraft. Sie protestierten gegen den Weiterbau des neuen Atomkraftwerkes nahe des an der Donau gelegenen Ortes Belene. Die Stiftung „Umwelt und Landwirtschaft“ hatte zuvor zum Protest gegen das Belene-Projekt aufgerufen. In Bulgarien gibt es bisher nur ein weiteres Atomkraftwerk in Kosloduj, das weiter westlich an der Donau liegt.

Japan als Warnzeichen

Laut der Agentur BTA starteten die Atomkraftgegner in einer Autokolonne aus dem etwa 15 Kilometer westlich Belene gelegenen Swischtow und bewegten sich in Richtung des Bauortes. Ihre Forderung: Das Projekt Belene solle abgebrochen und das für den Bau vorgesehene Gelände künftig als freie Wirtschaftszone genutzt werden. Die Stimmen gegen das geplante Atomkraftwerk werden vor allem seit dem Unglück im japanischen Fukushima immer zahlreicher, da das Gebiet um Belene und Swischtow ebenfalls als erdbebengefährdet gilt.

Bereits kurz nach dem Atomunglück in Japan war das Projekt für drei Monate gestoppt worden, um dem russichen Lieferanten die Möglichkeit zu geben, die Sicherheit zu verbessern. Die Umsetzung der neuen Maßnahmen hängt jedoch von den Endkosten ab.


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