Pipeline von Burgas nach Alexandroupolis

Grünes Licht: Nachdem die Entscheidung in der Vergangenheit immer wieder verschoben wurde, hat das bulgarische Umweltministerium jetzt den Bau einer neuen Ölpipeline genehmigt.

Eine neue Ölpipeline soll den bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas mit dem griechischen Hafen Alexandroupolis an der Ägäis verbinden. Nach einigen Schwierigkeiten hat das bulgarische Umweltministerium dem Bau jetzt zugestimmt.

Das Problem: Die Pipeline läuft mitten durch Natura-2000-Naturschutzgebiete wie zum Beispiel den Naturpark Strandscha im Südosten Bulgariens und die geschützte Seenlandschaft Burgasseen. Dies war zwar schon vor längerer Zeit von der EU genehmigt worden, führte aber zu heftigen Protesten der bulgarischen Bevölkerung. Eigentlich hätte die Pipeline bereits 2011 ihren Betrieb aufnehmen sollen.

Kosten senken

Das „Ja“ des bulgarischen Umweltministeriums bringt das Projekt jetzt weiter voran. Sollte die finale Genehmigung für den Bau der Pipeline erfolgen, entstehen jedoch ganz andere Probleme. Eines davon ist die Finanzierung: Denn die Kosten für den belaufen sich auf geschätzte 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro.

Durch die fertiggestellte Pipeline soll Öl aus Russland, Kasachstan und den Kaukasusrepubliken fließen. So kann der Transport durch Meerengen in der Türkei und am Bosporus vermieden werden.

Er wäre sehr kostspielig, da die genannten Regionen stark frequentiert sind und es dort immer wieder zu Wartezeiten oder Unfällen kommt.


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