Stichwahlen in Bulgarien

Die letzte Runde: Am Sonntag entscheidet sich, wer Bulgarien in Zukunft regieren wird. Auf kommunaler Ebene steht ein Sieger bereits fest.

Wer wird künftig das Land regieren? Darüber soll eine Stichwahl am kommenden Sonntag entscheiden. Denn wie die Wahlkommission am Montag mitteilte, erzielte in der ersten Runde bisher keiner der Kandidaten der Präsidentschaftswahl die absolute Mehrheit. Mit 39,6 Prozent konnte der Kandidat der konservativen Regierungspartei „Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens“ (GERB), Rossen Plewneliew, bisher die meisten Stimmen verzeichnen.

Sein stärkster Gegner: der Kandidat der „Sozialistischen Partei Bulgariens“ (BSP), Iwajlo Kalfin. Der Europaabgeordnete erreichte einen Stimmenanteil von 29,7 Prozent.

An dritter Stelle folgt die als Unabhängige angetretene ehemalige EU-Kommissarin Meglena Kunewa mit 14 Prozent. Die restlichen Stimmen verteilen sich auf mehrere weitere Kandidaten. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei unter 50 Prozent.

Test für konservative Regierung

Gleichzeitig mit den Präsidentschaftswahlen fanden in Bulgarien die Kommunalwahlen statt. Hier konnte die GERB-Partei des konservativen Regierungschefs Boris Borissow den Posten des Bürgermeisters in der Hauptstadt Sofia verteidigen.

Die erste Bürgermeisterin der bulgarischen Hauptstadt, Jordanka Fandakowa, erhielt hier 51,5 Prozent der Stimmen. Auch in den Städten Burgas, Dobritsch und Gabrowo siegte ein Kandidat der GERB-Partei.


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