Unfreiwillige blinde Passagiere

Pythons im Gepäck: Zöllner decken Tierschmuggel an der serbisch-bulgarischen Grenze auf. Insgesamt wurden mehr als 70 Reptilien beschlagnahmt.

Zöllner staunten nicht schlecht, als sie an der serbisch-bulgarischen Grenze, am Grenzübergang Kalotina, einen Linienbus aus Tschechien durchsuchten. Das Ergebnis: Sie fanden insgesamt drei Python-Schlangen, zehn exotische Echsen, 15 Chamäleons, 49 Schildkröten sowie giftige Frösche, Krebse, Schnecken und einen hochgiftigen Skorpion.

Ihr Besitzer, ein Bulgare, hatte laut Auskunft des bulgarischen Hauptzollamtes vor, die jungen Reptilien in seine Heimat zu schmuggeln. Dafür hatte er sie in Reisetaschen versteckt und im Innenraum des Busses sowie im Gepäckraum gelagert.

Umsiedlung nach Sofia beschlossen

Während der Reptilienbesitzer darauf hoffte, dass es keine umfangreiche Kontrolle geben werde, ahnten die anderen Passagiere im Bus nicht einmal, wer da alles mit ihnen im Innenraum mitfuhr.

Da es während der Reise sehr kalt war, grenzt es zudem fast an ein Wunder, dass die dürftig verpackten exotischen Tiere die lange Fahrt von etwa 1.500 Kilometern bis zur Kontrolle überhaupt überlebt haben.

Nach den durchlebten Strapazen sollen sie nun eine ruhigere neue Heimat erhalten: im Zoo der bulgarischen Hauptstadt Sofia.


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