Väterchen Frost am Schwarzen Meer

Schnee im Herbst: Ein verfrühter Wintereinbruch in Bulgarien legte mancherorts sowohl die Stromleitungen als auch die Hafengeschäfte lahm.

Während in Deutschland langsam der Herbst beginnt, ist in Bulgarien bereits der erste Schnee gefallen. Am gestrigen Montag sei der Schneefall so stark gewesen, dass dutzende Orte im Osten des Landes ohne Strom gewesen seien, berichtete der Staatsrundfunk in Sofia. Darunter auch die Bezirke Sliwen, Yambol, Burgas und Haskovo / Chaskowo.

Der Grund für die vielen Stromausfälle: beschädigte Leitungen. Denn der Osten des Landes wurde nicht nur von Schneemassen sondern auch von starkem Wind heimgesucht, der einige Bäume zu Fall brachte. Diese legten die Leitungen lahm, und blockierten zudem zwei wichtige Pässe im Balkan-Gebirge.

Der Wind wütete sogar so stark, dass die Schwarzmeerhäfen Burgas, Baltschik und Varna geschlossen werden mussten.

Grenzübergang gesperrt

Doch der plötzliche Wintereinbruch traf nicht nur Bulgarien sondern auch seinen Nachbarn, die Türkei, überraschend. So brach in Edirne ebenfalls das Stromnetz zusammen, als am Montag Schneestürme über den Nordwesten des Landes fegten. Besonders betroffen: LKW-Fahrer, die nach Bulgarien ein- oder von dort ausreisen wollten.

Denn aufgrund der heftigen Schneefälle musste Bulgarien den Grenzübergang zur Türkei sperren. Der Grund: Die Schneemassen versperrten jegliche Sicht und gefährdeten damit sogar die Fahrer, die sich nur noch mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts bewegten.


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