Wetterchaos in Bulgarien

Klirrende Kälte: Während die Temperaturen in Deutschland in der letzten Nacht auf minus 25 Grad sanken, hat Bulgarien mit heftigem Schneefall und Fluten zu kämpfen.

Die Region der Donaustadt Russe traf der starke Schneefall besonders schwer. Dort legten drei Meter hohe Schneeverwehungen den Verkehr lahm, wie der Staatsrundfunk in Sofia berichtete.

Als Folge musste die einzige Brücke über die Donau nach Rumänien geschlossen werden. Auch in der bulgarischen Hauptstadt selbst sah es nicht viel besser aus: Sofia versank bei Temperaturen von bis zu minus neun Grad ebenfalls im Schnee.

In vielen Schulen fiel der Unterricht aus. Neben dem Fahrverbot für schwere Lastwagen rief Regierungschef Boiko Borissow die Menschen dazu auf, nur die nötigsten Fahrten zu unternehmen und das Auto ansonsten lieber stehen zu lassen.

Acht Tote nach Dammbruch

Im Süden Bulgariens ließen dagegen extreme Wassermengen einen Staudamm brechen. Hierdurch wurde eine fast zweieinhalb Meter hohe Flutwelle ausgelöst, die durch mehrere Dörfer raste. Am stärksten traf sie das kleine Dorf Bisser.

Dort beschädigte sie fast 90 Prozent der Gebäude, wie ein Vertreter des Katastrophenschutzes mitteilte. Einige wurden durch die Wassermassen vollständig zerstört.

Insgesamt sind in Bulgarien seit dem sibirischen Kälteeinbruch elf Menschen erfroren. Die Flutwelle forderte weitere acht Menschenleben.


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