Zugverkehr in Bulgarien teilweise lahmgelegt

Kein Ende in Sicht: Die Bediensteten der bulgarischen Staatsbahnen (BDZ) streiken den fünften Tag in Folge. Laut Gewerkschaften fielen bisher rund 80 Prozent der Züge im Land aus. Der Streik soll weiter fortgesetzt werden.

Teilweise hieß es in den vergangenen fünf Tagen bei den bulgarischen Staatsbahnen (BDZ) „Nichts geht mehr“. Der Grund: ein Streik der Bediensteten, die mit ihrer Aktion gegen die Kündigung von 2.000 ihrer Kollegen protestierten. Da der Staatsbetrieb hohe Schulden hat, möchten die BDZ zudem etwa 150 Zugverbindungen ganz einstellen. Wie viele der Züge während des Streiks stehen blieben, ist unklar. Laut Angaben von Gewerkschaftsvertretern fielen etwa 80 Prozent der Züge aus. Die bulgarischen Staatsbahnen selber gaben an, dass 188 von 276 Zügen ihre Fahrt nicht antraten. Bis sie eine Einigung mit dem Arbeitgeber erreicht hat, will die Gewerkschaft den Arbeitsausstand fortsetzen.



Schwere Anschuldigungen

Das größte Problem: Das Management der BDZ und die Nationale Bahn-Infrastrukturgesellschaft werden von den Arbeitnehmervertretern beschuldigt, sie wollten die streikenden Bediensteten durch Personal ohne entsprechende Qualifikation ersetzen. Währenddessen hat die BDZ angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Streikteilnehmer einleiten zu wollen.


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