Der Aprilaufstand

Am 20. April 1876 kam es zum Auftand gegen die türkische Herrschaft. Anführer des Aufstandes war Georgi Benkovski, der in den Jahren zuvor Menschen in einem revolutionären Umfeld um sich gesammelt hatte. Der Aufstand wurde von der Region Plovdiv (Plowdiw) aus mit den Zentrum in Panagyurishte organisiert.

 

Nach zwei Wochen wilder Kämpfe wurden die Aufständischen durch das zahlenmäßig überlegene und besser ausgestattete türkische Militär und paramilitärische türkische Truppen besiegt. Der Aufstand wurde mit schrecklicher Grausamkeit niedergeworfen, dabei verloren 30.000 Menschen ihr Leben. Die türkischen Truppen richteten furchtbare Massaker unter der bulgarischen Bevölkerung an. In der Stadt Batak wurden 5000 Bulgaren ermordet, unter ihnen viele Frauen und Kinder.

 

Die Brutalität, mit der dieser Aprilaufstand im Blut erstickt wurde, hatte aber endlich Folgen. Er hatte in vielen europäischen Ländern Entrüstung und Proteste erweckt. Nun folgten Ereignisse, die Bulgariens Geschichte entscheidend verändern sollten.