Jüngere Geschichte

Bulgariens Premierminister Simeon Sakskoburggotski

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Auflösung ihrer politischen Einflußshäre begann auch für Bulgarien die Zeit des Neubeginns. Der Staats- und Parteichef Todor Shivkov wurde am 10. November 1989 gestürzt. Im Juni 1990 fanden die ersten freien Wahlen zur Großen Volksversammlung statt, an denen außer der sozialistischen BSP und der Bauernpartei als stärksten Oppositionsgruppe über 40 kleine Parteien teilnahmen. Die Opposition erhielt 184 Sitze, die BSP 210 von 400 Sitzen.

 

Wichtige politische Ereignisse der jüngeren Geschichte Bulgariens drücken die Öffnung des Landes zum Westen hin aus. Am 15. Dezember 1995 beantragte der Staat den Beitritt zur EU. Die Verhandlungen über den Beitritt zählen derzeit zum laufenden Geschäft bei der Osterweiterung der EU, die durch die Lösung des Konfliktes mit Jugoslawien 2001 starke Aktualität bekommen hat. Der vor den Kommunisten geflohene Thronerbe Simeon II. besuchte Ende Mai 1996 zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkrieges Bulgarien. Am 17. Februar 1997 faßte die Regierung Sofijanski den Beschluß, den Beitritt als Vollmitglied der NATO zu beantragen. Am 05. September 1998 folgte die Unterzeichnung eines Dreijahresabkommens mit dem internationalen Währungsfond (IWF). Im selben Jahr am 10. Dezember wurde die Todesstrafe endgültig abgeschafft.

Im Jahre 2001 wählten die Bulgaren ihren Zaren Simeon II. (Simeon Sakskoburggotski), der in der Republik offiziell mit "Herr Saks-Koburg-Gothski" angesprochen wird, zum Premierminister.

Seit dem 22.01.2002 ist Präsident Georgi Parvanov für 5 Jahre gewähltes bulgarisches Staatsoberhaupt.