Römische Villa

Detail aus dem Mosaikboden

Am Abhang der Ost-Rhodopen fand man bei Ivajlovgrad diese Reste einer römischen Villa. Dieses Gebiet wurde zuerst von Thrakern bewohnt. In der römischen Zeit gehörte es zum Territorium von Adrianopol (Odrin, Edirne), das 35 km nordöstlich der Villa liegt.

 

Das Haus wurde am Anfang des 2. Jahrhunderts als der zentrale Bau eines Landsitzes gebaut. Es hatte ein hölzernes ziegelgedecktes Dach. Der Säulengang war der schönste Teil der Villa. In seinem Zentrum gab es ein Schwimmbad, das von Marmor umgeben war, und einen reich dekorierten Säulengang. Die vier Mauern des Säulenganges wurden mit Marmor dekoriert. Die Bauweise war sehr teuer und selten, was die Villa zu einem herausragenden Denkmal macht. Der Säulengang und einige der Zimmer hatten einen mehrfarbigen Fußboden mit vegetativen, figuralen und geometrischen Verzierungen. Die Mosaike stellen Szenen aus der Mythologie dar; auf einem von ihnen wird das Gesicht des Besitzers meisterhaft dargestellt.

 

Die Villa wurde verwüstet und ist in der Zeit der gotischen Einfälle abgebrannt.