Messembria

Die Geschichte von Messembria, dem heutigen Nesebyr, reicht bis an das Ende der Bronzezeit zurück. An der malerischen Halbinsel aus Stein siedelten seit der Antike Thraker, Griechen, Römer, Byzantiner und Bulgaren in verschiedenen historischen Epochen. Aus allen diesen Zeitabschnitten blieben zahlreiche Beispiele materieller und geistiger Kultur erhalten.

 

Das thrakische Messembria war eine befestigte Stadt mit zwei Häfen. Ein bedeutungsvolles Monument der thrakischen Siedlung ist die Festungsmauer mit einem Tor, flankiert von vier Ecktürmen. Teile von ihnen fand man am Nordwesttor der heutigen Stadt. Während der letzten Jahrzehnte des 6. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung siedelten dorische Kolonisten in der thrakischen Stadt Messembria und machten aus ihr eine griechische Kolonie. Schließlich wurde aus der Stadt ein wichtiger Ort für Handel, Produktion und kulturelles Leben, der im 4. - 2. Jahrhundert v. Chr. seine Blüte erreichte.

 

In der Antike war die Stadt flächenmäßig doppelt so groß wie heute. Die Festung war von einer Mauer mit Schießscharten umgeben. Heute entdeckt man deren Überreste sowohl auf dem trockenen Land im Westen und dem Nordwestteil der Halbinsel als auch unter Wasser im nördlichen Küstenabschnitt. Die Mauern wurden aus rechteckigen Kalksteinblöcken gebaut, der innere Teil ist eine Füllung aus Schotter und Schlamm. Die Akropolis, die im Meer versunken ist, wurde im östlichen Teil der Halbinsel errichtet.

 

Im Jahr 72 v.Chr. wurde Messembria von römischen Legionen erobert. Die Stadt verlor an Bedeutung, erlebte im 5. und 6. Jahrhundert aber wieder einen Aufstieg.