Bansko

Das Dorf Bansko liegt am Fuß des Pirin Gebirges und heute im Pirin-Nationalpark, der in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Befestigte Häuser aus Stein erschienen in Bansko erstmals während der Zeit der frühen Nationalen Wiedergeburt. Am Ende des 17. Jahrhunderts waren sie zweistöckig geworden, obwohl immer noch den mittelalterlichen Bautraditionen verhaftet.

 

Das typische Steinhaus des Pirin hat zwei Gesichter - das eine ist eine Steinfassade, die zur der Straße hinaus geht, das andere ist eine offene Veranda, die zum Innenhof führt. Kleine, fast unsichtbare Türen, eingelassen in den Mauern, verbinden die aneinandergrenzenden Häuser. Ein Raum aus Steinblöcken kann nur vom oberen Stockwerk über einen Korridor erreicht werden. Sowohl die Außenmauer als auch dieser Raum haben Schießscharten, die auf das Haus und die Eingänge zum Hof zielen. In bestimmten Elementen ähnelt die Architektur der eines Mönchsklosters. Die Mauern bestehen aus Verbundstein, haben nur wenige und kleine verstreute Fenster, die von dekorativen Backsteinen eingerahmt werden.

 

Das allgemeine Aussehen der Häuser ist streng, und nur die geräumige Veranda mit ihren geschnitzten Säulen und Geländern stellt ein Zusammenspiel von Licht und Farbe bereit. In den Häusern von Bansko dominiert der kleine Kamin, dessen Geruch und das Farbenspiel des Feuers auf der Mauer den Räumen einen besonderen Charakter verleihen. Im Erdgeschoß findet man die Schuppen für die Tiere, Küche, Backofen und Speisekammer. Das Wohnzimmer, Gästezimmer, Schlafzimmer und Eßzimmer liegen in der Etage darüber. Das größte Zimmer in einem typischen Haus in Bansko ist das Eßzimmer. Die Türen werden von eingebauten Regalen in Wandhöhe flankiert. Kupferne Gebrauchsgegenstände hängen griffbereit zur Zubereitung des Essens.

 

Das Haus Sirleshotova ist ein schönes Beispiel der frühen Architektur in Bansko. Es ist ein für die Stadt typisches Haus aus der Zeit der Nationalen Wiedergeburt. Dieses Haus wurde im 18. Jahrhundert gebaut, später jedoch erweitert. Das Haus Veljanova wurde im Jahr 1835 von Velin Ognjanov gekauft - ein Baumeister und Schnitzer. Er vergrößerte das Haus und gestaltete es um. Dabei malte er die Fassade an, fügte geschnitzte Decken, Säulen und Geländer ein. Wahrscheinlich ist das Haus älter, weil die Grundmauern einige typische mittelalterliche Merkmale zeigen.