Plovdiv

Die Altstadt von Plovdiv wurde auf drei Hügeln errichtet, die sich über der thrakischen Hochebene erheben, und wird von den Wassern der Marica umflossen. Eine alte Straßenkreuzung zwischen Osten und Westen und Bulgariens zweitgrößte Stadt heute, hat Plovdiv sich einmalige Schätze aus seiner 24 Jahrhunderte langen Geschichte bewahrt. Von den alten Gebäuden der Stadt - dem Forum, dem Stadion, dem Amphitheater Philipps II. von Mazedonien, den Basiliken, Thermen, Bürgerhäusern und Verwaltungsgebäuden blieben Fragmente erhalten: Säulen, Kapitelle, Zierstreifen, Mosaike und Bürgersteige.

 

Das alte Plovdiv auf drei Hügeln ist das Zentrum der Architektur der bulgarischen nationalen Wiedergeburt in ihrer Blüte. Auf eine natürliche Weise entwickelt, folgt sie den Traditionen bulgarischen Baustils im Kern, um den herum sich die neuen Stile der Zeit entwickelten. Der attraktivste von diesen ist der Barock mit seiner Dynamik und Leidenschaft. Die Häuser in Plovdiv stellen mehrere Versionen eines symmetrischen Grundrisses dar, beherrscht durch einen zentral gelegenen quadratischen oder ovalen Salon. Dieser ist z. B. im Haus des bekannten bulgarischen Händlers Ardir Kojumdzhioglu 133 Quadratmeter groß. Der Salon wird von den übrigen Zimmern des Hauses flankiert - Schlafzimmer, Küche und Badezimmer. Im Keller befinden sich die Haushaltsräume. Die Giebeldreiecke und die Fassaden wurden hell angemalt und präsentierten Medaillons, Landschaft, Bänder und Girlanden. Die Mauern der Salons und Zimmern sind mit gemalten Zierstreifen, Vasen mit Blumen, exotischen oder architektonischen Landschaften, Vögeln, Sträußen von Weintrauben und Reben dekoriert. Auch die Decken sind mit Schnitzereien bedeckt.

 

Das Haus Georgijadi, in den Jahren 1846 bis 1848 vom Baumeister Hadzhi Georgi erbaut, beherbergt heute das Museum der Nationalen Wiedergeburt und der Nationalen Befreiung. Das Haus Kojumdzhioglu, zeitgleich errichtet, ist heute das Ethnographische Museum. Aber auch viele andere Häuser sind einen Blick wert: darunter das Haus Lamartin, das Haus Nedkovich, das Haus Pavlitova und das Haus in der Artin Gidkov Str. 4.