Trjavna

Am Berghang gelegen, hat Trjavna es geschafft, seine jungfräuliche romantische Schönheit zu bewahren. Die Häuser und die Höfe, Kirchen, Straßen mit Springbrunnen und der Marktplatz mit dem Uhrenturm enthüllen den Geist der Zeit der Nationalen Wiedergeburt und sein Bemühen um Schönheit.

 

Einer der berühmtesten Söhne der Schule für Malen und Schnitzen in Trjavna aus dem 17. Jahrhundert war Vikentij (Vitan) Karchev, der Malerei im Kloster Athos studierte. Er war der Vorfahr einer talentierten Reihe von Malern und Holzschnitzern, die über Generationen bis ins 19. Jahrhundert die Künste der Ikonenmalerei und des Holzschnitzens mit großer Phantasie perfektionierte - mit einem feinen Sinn für Skulpturen und einem Gefühl für Dekoration.

 

Im Jahr 1798 wurde die Stadt beinahe vollständig von Banditen zerstört, aber seine Bewohner sparten weder mit Talent noch Anstrengung bei ihrem Wiederaufbau. Die abgebrannte Kirche des heiligen Erzengels wurde 1819 wiederhergestellt, mehrere heutige Orientierungspunkte wurden gebaut - die Schule von 1836 -39, die beiden Steinbrücken 1844 und 1864, der Uhrenturm 1844, die neue Kirche Sv. Georgi 1848 und zahlreiche Springbrunnen aus Stein. Die Mehrheit der geschnitzten Altäre, Kanzeln, heiligen Tore sowie die Ikonen selbst in den Kirchen sind die Arbeit von mehreren Generationen der Familie Vitanov.

 

Die meisten Häuser in Trjavna sind zweistöckig, mit großen Fenstern, Dachüberhängen und geräumigen Veranden mit hohen Sitzen und Bänken. Die Höfe sind mit hellen Blumenbeeten bestanden. Das Haus Daskalov aus dem Jahr 1804 ist ein perfektes Beispiel für diese Architektur. In zweien der Zimmer gibt es schöne Decken, echte Meisterwerke der Periode. Das Haus Daskalov enthält eine ethnographische Ausstellung. Andere Museumsausstellungen sind im Haus Pencho Rajkov zu sehen.

 

Viele der Häuser in Trjavna stellen einen Übergang von der ländlichen zur städtischen Art des Wohnens dar: das Auftauchen der Häuser vom Hof aus auf die Straße, die leichte Konstruktion mit einem sichtbaren hölzernen Gerüst sowie getünchte Fassaden. Die Fenster haben oft hölzerne Fensterläden. Zum Teil wurden die Erdgeschosse zu Werkstätten umgebaut, um die sogenannte Marktstraße zu bilden. Die Meister aus Trjavna widmeten ihre große Aufmerksamkeit den künstlerischen Details bei den aus Holz geschnitzten Zimmerdecken, den großen Eckkaminen, den Fassaden, raffinierten Fensterrahmen und hölzernen Balkons.