Festungen und Monumente

Bulgarien ist reich an historischen Schätzen, gleich neun von ihnen werden von der UNESCO als Weltkulturerbe gezählt. In den vergangenen 3.000 Jahren hat es im heutigen Bulgarien mehrere Völker und Staaten gegeben, die mit Festungsbauten ihre Spuren im Land hinterlassen haben. Besonders die Römer und die Thraker haben beeindruckende Bauten hinterlassen. Die Shumenska-Festung im Nordosten Bulgariens wurde etwa im vierten Jahrhundert v. Chr. von einem thrakischen Stamm errichtet und schließlich im ersten Jahrhundert n. Chr. von den Römern erobert – somit finden sich hier Spuren aus unterschiedlichen Punkten der bulgarischen Geschichte.

 

Ähnlich vereint auch das Reservat von Madara verschiedene Epochen Bulgariens: Einst eine heidnische Kultstätte, errichteten die Römer hier eine dreischiffige Kirche und auf dem Felsplateau eine Festungsanlage. Später soll sich dann hier die Sommerresidenz der bulgarischen Khane während des siebten und achten Jahrhunderts befunden haben. Das ebenfalls hier zu findende monumentale Felsrelief des „Reiters von Madara“ wird von der UNSECO zum Weltkulturerbe gezählt.

 

Zeuge des Hochmittelalters ist etwa die Festung Baba Vida am Ufer der Donau, aber auch hier lassen sich Teile der Burg auf die Römer zurückführen.

 

Besonders nach der politischen Wende zu Beginn der 1990er Jahre haben die Hinterlassenschaften aus früheren Zeiten wieder stärkeres Interesse auf sich gezogen. Die alten Festungen und Monumente in Bulgarien werden als europäisches Erbe gewertet, das es als zu entdecken und zu wahren gilt. Viele dieser Festungen können Sie heute besichtigen.