Shumenska

Die Festung wurde auf den Hügeln im Westen der heutigen Stadt Shumen errichtet. Sie hat eine dreieckige Form auf einer Grundfläche von 2,7 Hektar. Die erste befestigte Siedlung datiert zurück auf das vierte Jahrhundert v. Chr. Damals war sie von einem thrakischen Stamm bewohnt.

 

Am Ende des ersten Jahrhunderts wurde die thrakische Hochburg von den Römern erobert. Sie umgaben die Festung mit weiteren Mauern mit drei Verteidigungstürmen im Süden und Westen. Die Siedlung wurde mit Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden wieder aufgebaut. Man hat Mauern von mehr als 40 Gebäuden und einer Kirche aus dem 6. Jahrhundert sowie die Überreste von 141 Gebäuden aus der Zeit des Kaisers Justinian entdeckt.

 

Ab dem 7. Jahrhundert wurde die Festung Teil des Territoriums des bulgarischen Staates. Eine neue Mauer behauener Kalksteinblöcke, die man mit rotem Pflaster verkleidete, wurde auf den Fundamenten der äußeren Mauer errichtet. Diese war 1 m höher als die alte. Auf der Ostmauer gibt es protobulgarische Zeichen zu sehen, die jenen von Pliska und Preslav ähnlich sind. Die Überreste einer Basilika datieren auf das frühe Mittelalter. Überreste von vier späten mittelalterlichen Gotteshäusern hat man inzwischen entdeckt - eine Basilika und drei Kirchen, von denen eine mit Wandgemälden verziert ist.

 

Die Shumenska-Festung, auch Mundraga und später Simeonis genannt, spielte eine wichtige Rolle im militärischen und diplomatischen Leben des Ersten Bulgarischen Staates und während des späten Mittelalters. Die Festung wurde als eine der letzten von den türkischen Eroberern gestürmt.