Tyrnovgrad

Als die Stadt Tyrnovgrad zur Hauptstadt des bulgarischen Staates erklärt wurde, wuchs sie schnell und schloß die Hügel Carevec, Trapezica und das Ufer des Flusses Jantra, der die beiden Hügel umfließt, ein. Die Festung des Carevec findet man auf einem unzugänglichem Hügel, der ein Gebiet von 10 ha einschließt.

 

Die Festungsmauer ist aus Bruchstein gebaut und bis zu 3,40 m dick. Drei Zugänge öffneten sie: das Hauptportal vom Westen, ein Portal, das den Carevec mit dem Viertel der Ausländer (Kaufleute) verbindet, und das Kleine Portal im Norden. Die bemerkenswertesten Gebäude waren der Palast des Königs und der Patriarchen-Komplex. Massive Steinmauern und Schießscharten verteidigten den Palast. Die Wohnräume des Königs, die Thronhalle, die Palastkirche und der Haushaltshof lagen innen. Die repräsentativen Gebäude waren reich mit plastischer Verzierung, Marmor, Wandgemälden und Mosaiken dekoriert.

 

Der Patriarchen-Komplex lag über dem hohen Plateau des Hügels. Die Kirche dominierte mit ihrer Silhouette die Anlage. Der Trapezica-Hügel war der zweitwichtigste Teil der Altstadt. Er war von einer Befestigung umgeben, die Mauer hatte Schießscharten und senkrechte Befestigungen an dem Abhang zur Jantra. Der Hauptzugang lag im Süden, die Verbindung zum Carevec geschah mittels einer Brücke über den Fluß. Eine große Anzahl von Kirchen und öffentlichen Gebäuden hat man in der Stadt entdeckt. Der bewohnte Hügel Sveta Gora südlich vom Carevec entwickelte sich als ein kulturelles und religiöses Zentrum.

 

Heute findet im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit ein beeindruckendes Schauspiel aus Licht und Musik (zvuk i svetlina) statt, das romantisch die Festungsmauern beleuchtet und die bulgarische Geschichte künstlertisch darstellt.