Flora

Etwa ein Drittel Bulgariens ist bewaldet. Eichen und Buchen beherrschen die tieferen Lagen, Kiefern, Fichten und Tannen dominierenin den höheren Lagen. Nadelbäume stellen circa 30 Prozent der Nutzholzbestände. Die Wälder in den Ebenen sind zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert größtenteils gerodet worden, als Bulgarien von den Türken besetzt war. Diese Gebiete drohten zu Versteppen. Dem steuert man seit den 50er Jahren mit umfangreichen Aufforstungen entgegen. Dabei wurde vor allem auf die Anlage von Mischwäldern geachtet, um der Auslaugung des Bodens durch Monokulturen entgegenzuwirken. der Wald in den Mittelgebirgen ist meist recht jung, das Alter der Bäume liegt unter 100 Jahren. Nur in schwer zugänglichen Bergregionen finden sich Schwarzkiefern, die 500 und mehr Jahre alt sind.

 

In den südlichen Teilen des Landes wachsen dem regionalen Klima entsprechend mediterrane Pflanzen, so etwa mehrere Arten der Macchie. Entlang der Donau mit gedeihen Auwälder mit Pappeln, Eschen, Weiden und Ulmen. Das Donaudelta weist einen großen Beständen an Schilf- und Sumpfgewächsen auf.

 

Insgesamt zählt man in Bulgarien mehr als unterschiedliche 170 Pflanzenformation. mit ca. 2300 Arten. Von diesen sind ca. 90 auf natürliche Weise entstanden, die übrigen durch menschlichen Einfluss.

 

Im Hochgebirge lassen sich 5 Vegetationsgürtel unterscheiden:

  1. Baum- und Wiesengürtel bis 600 m
  2. Eichenwaldgürtel bis 1100 m
  3. Buchenwaldgürtel bis1500 m
  4. Nadelwaldgürtel bis 2100 m
  5. Knieholz- und Laschengürtel bis 2800 m

Beim Buschwerk beherrschen Weißdorn, Hagebutten, Schwarzdorn, Christusdorn und Perückensträucher das Bild. Hinzu kommen Flieder und Drosselbeeren, die vorwiegend auf Kalkböden anzutreffen sind. In den höher gelegenen Teilen der Gebirge wächst Nadelbuschwerk wie Wachholder und Bergkiefer. In großen Höhen trifft man zuweilen auch auf alpine Vegetationsformen wie Alpenrosen, vereinzelt auf Edelweiß. Auch die verschiedensten Heilpflanzen sind zahlreich aufzufinden.

Land und Leute