Telefonieren Bulgarien: Schnelle Infos

Wichtige Vorwahlen: Anbieter & Reseller

0885 - Mtel

0898 - Globul

0878 - Vivatel (BTC)

 

Vorwahl nach Bulgarien

00359 (Quelle)

 

Netz-Verfügbarkeit

GSM überall

UMTS verbreitet

 

Tipps

- Mailbox nur anmachen, falls notwendig

- Beim Provider nach Zusatz-Urlaubs-Tarifen fragen!

 

Achtung!

Datenübertragungen wie SMS sind noch recht teuer.

 

Telefonieren Bulgarien: Notrufnummern

Vom Hotelzimmer aus sind In- und Auslandsgespräche möglich. Preiswerter geht es mit Telefonkarten von öffentlichen Fernsprechern. Sie sind an den Hotelrezeptionen, bei der Post oder der Reiseleitung zu bekommen.

 

Notrufnummern:

Tel. 1 66 (Polizei)

Tel. 1 50 (Hilfe bei Unfällen)

Tel. 1 60 (Feuerwehr)

Tel. 1 46 (Pannendienst)

 

UPDATE: Neue einheitliche Notrufnummer: Tel. 112

 

Innerhalb von Bulgarien zu telefonieren ist oft mühsam, da die Netzverbindungen von schlechter Qualität sind. Ins Ausland ist es meist weitaus besser. Um von Deutschland nach Bulgarien zu telefonieren muss man die Landesvorwahl 00359 wählen. Von Bulgarien nach Deutschland gilt die Vorwahl 0049.

 

Telefonieren Bulgarien: Mobilfunkanbieter Mtel, Globul und Vivatel

 

Mtel, Globul und Vivatel (BTC) sind die drei bulgarischen Mobilfunkanbieter. Die Netzinfrastruktur ist gut und es steht nicht nur der GSM-Standard zur Verfügung, sondern auch in weiten Teilen die neuere UMTS-Technologie. Bulgarien ist seit dem 1. Januar 2007 Mitglied der europäischen Union. Die Vorwahlen der Mobilfunknetze sind wie folgt: 0885 (Mtel); 0898 (Globul) und 0878 (Vivatel).

 

Funktioniert die Mobilfunk-Karte zum Telefonieren in Bulgarien?

 

Mit den deutschen Mobilfunkanbietern bestehen Roaming-Abkommen, sodass man seine deutsche Mobilfunkkarte im bulgarischen Netz nutzen kann. Telefoniert man dann mit seiner deutschen Mobilfunkkarte im ausländischen Netz, werden Auslandsgebühren, so genannte Roaming-Gebühren erhoben. Roaming-Gebühren zahlt man nicht nur auf abgehende Telefonate, sondern auch auf eingehende Gespräche, Kurznachrichten (SMS) und mobile Datenverbindungen. Für die Erhebung der Auslandsgebühren spielt es keine Rolle, ob man über eine Guthabenkarte, auch Prepaidkarte genannt, oder über einen Vertragstarif im europäischen Ausland telefoniert. Unterschiedlich ist bei den verschiedenen Varianten lediglich die Art der Abrechnung. Bei Prepaidkarten wird umgehend nach Nutzung (Anruf, SMS oder Datenverbindung) die Gebühr vom Guthaben der Karte abgezogen. Vertragskunden bekommen die Kosten mit der monatlichen Abrechnung in Rechnung gestellt.

 

Zu erschwinglichen Preisen von Bulgarien nach Deutschland telefonieren

Seit Mitte 2007 sind die Roaming-Gebühren einheitlich festgelegt worden. Dank des Engagements von Viviane Reding, Telekom-Kommissarin der EU, wurde nicht nur eine Obergrenze für die Roaming-Gebühren aus Brüssel verordnet, sondern diese sogar bis zu 60 % gesenkt. Vor der Preisregulierung zahlte man als Mobilfunkkunde durchschnittlich noch 1,10 € für ein einminütiges Gespräch im Ausland. Gemäß der aktuell gültigen EU-Verordnung dürfen nun abgehende Gespräche von 1 Minute nicht mehr als 46 Cent zzgl. Mehrwertsteuer kosten. Eingehende Telefonate wurden auf ein maximales Entgelt von 24 Cent zzgl. Mehrwertsteuer festgesetzt.

 

SMS können immer noch recht teuer sein

 

Abgehende SMS können allerdings immer noch mit bis zu 39 Cent in Rechnung gestellt werden. Der Empfang von SMS ist grundsätzlich kostenfrei. Für mobile Datenverbindungen im Ausland musste man schon vor 2007 absurde Preise zahlen (bis zu 16 € für 1 MB). Doch auch nach den EU-Verordnungen können für ein kleines Datenvolumen von 1 MB rund 8 € in Rechnung gestellt werden. Berücksichtigt man, dass man für die gleiche Datenmenge im Inland im günstigsten Fall weniger als 10 Cent bezahlt, muss man mobile Datenverbindungen im Ausland als absolute Kostenfallen bezeichnen. Laut Reding entstehen dem deutschen Mobilfunkbetreiber beim Versand von einer SMS Kosten in Höhe von 1 Cent (Stand 2007). Somit sind auch die SMS verhältnismäßig überteuert. Außerdem verweigern die Mobilfunkbetreiber eine sekundengenaue Abrechnung; oft wird im Ausland gleich minütlich getaktet.

 

Mögliche Veränderungen Sommer 2009

 

All das sind Dinge, die sich bereits zum Sommer 2009 ändern könnten. Reding plant nämlich genau in diesen Punkten eine Nachbesserung der EU-Verordnung, die voll und ganz im Sinne des Verbrauchers ist. Den Plänen nach sollen SMS im Ausland nicht mehr als 11 Cent kosten dürfen. Mobile Datenverbindungen sollen dann an eine Preisobergrenze von 1 € pro MB gekoppelt werden. Überdies sollen die Mobilfunkbetreiber auch endlich sekundengenau abrechnen.

Wer sich nicht auf preisliche Abenteuer einlassen möchte, sollte sich vor Abreise unbedingt bei seinem Mobilfunkanbieter über die genauen Kosten und Konditionen bei der Nutzung seiner Karte in Bulgarien erkundigen und beraten lassen. Meist werden besonders für Vertragskunden spezielle und zeitlich begrenzte Tarifoptionen angeboten. Da diese Tarifoptionen häufig mit einer einmaligen Gebühr verbunden sind, lohnt diese nicht grundsätzlich für jeden, sondern muss im Einzelfall geprüft werden. Wer sein Handy im Ausland aber häufig nutzt, kann mit solchen Tarifoptionen in jedem Fall Geld sparen.

 

Auch die Mailbox kann zur Kostenfalle werden

 

Vorsicht, die Mailbox kann zu einer enormen Kostenfalle werden! Wird man bei aktiver Mailbox angerufen, ist aber nicht erreichbar, so wird der Anruf auf Kosten des Kunden von Bulgarien zur Mailbox in Deutschland weitergeleitet. Möchte man die Mailbox abrufen, zahlt man gleich ein weiteres Mal. Wer nicht zwingend auf seine Mailbox angewiesen ist, sollte diese vor Einreise abschalten.

Anwender von Prepaidkarten sollte prinzipiell vor Abreise darauf achten, dass sich hinreichend Guthaben auf der Karte befindet. Das Aufladen in Bulgarien kann je nach Anbieter möglich sein, muss aber nicht zwangsläufig kostenfrei sein. Daher lieber kostenfrei in Deutschland aufladen!